Die Einführung von SCRUM bei Netresearch - unser Rückblick

Letztes Jahr entschieden wir uns, die agile Projektmanagement-Methode SCRUM in allen unseren Teams einzuführen. Bisher arbeitete nur unser TYPO3 Team damit. Nun wird es langsam Zeit für einen kleinen Rückblick. Warum haben wir uns für SCRUM entschieden, was ist hier bisher geschehen, wie haben wir die neue Methode eingeführt und was soll noch folgen?

Was ist SCRUM eigentlich?

Bevor wir auf die Einführung von SCRUM in den verschiedenen Teams von Netresearch eingehen, wollen wir noch einmal kurz erläutern, was SCRUM denn eigentlich ist. SCRUM ist ein Framework zur agilen Entwicklung von komplexen Systemen und Produkten. Die Zusammenarbeit im Team wird bei SCRUM durch verschiedene Rollen und Regeln koordiniert. Die typischen Entwicklungszyklen, die sogenannten Sprints, dauern meist 2 Wochen. Am Ende jeden Sprints wird dem Kunden ein funktionsfähiger Stand des entwickelten Produktes vorgeführt und die Aufgaben für den nächsten Sprint festgelegt. So behält der Kunde ständig die Kontrolle und Übersicht der Entwicklung und kann schnell bei eventuellen Marktveränderungen und Fehlentwicklungen reagieren.

Warum haben wir SCRUM eingeführt?

Die Gründe für die Einführung von SCRUM waren vielfältig. Zum einen wollten wir mit unseren Kunden wachsen und uns weiterentwickeln. Mit den klassischen Projektmanagement Methoden fiel es uns zunehmend schwerer, den wachsenden Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. Durch die Einführung von SCRUM können wir nun schneller auf die Wünsche unserer Kunden eingehen und eine agile Entwicklung anbieten. Die daraus resultierenden Ergebnisse unserer Arbeit können die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser erfüllen und die Kundenzufriedenheit steigern.

Zum anderen äußerten auch unsere Entwickler und Projektleiter den Wunsch, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, einer vielfältigere Entwicklerarbeit nachzugehen und sich wieder mehr auf die eigentliche Arbeit konzentrieren zu können.

Zudem stellt die Arbeit in Teams sicher, dass das Wissen rund um die Projekte aufgeteilt wird und nicht ausschließlich bei einem Projektleiter liegt. So kann ein Wissensverlust bei Ausfall eines Mitarbeiters durch Krankheit oder Arbeitgeberwechsel verhindert werden.

Bereits im Jahr 2012 haben wir SCRUM erstmals in einem unserer Teams eingeführt. Die positiven Erfahrungen dabei führten dazu, auch die anderen Unternehmensbereiche in SCRUM-Teams zu gliedern und die agile Entwicklungsmethode für alle einzuführen.

Wie haben wir SCRUM eingeführt?

Alte Gewohnheiten und Arbeitsweisen abzulegen ist nicht immer ganz einfach. Darum haben wir uns dazu entschlossen, uns für die Einführung von SCRUM Unterstützung ins Haus zu holen. Begonnen haben wir hierbei mit ein paar Schulungen, welche von Franziska Manko von der Software AG durchgeführt wurden. Diese Schulungen fanden letztes Jahr Oktober und November statt. Insgesamt haben unsere Teams sechs Module belegt, welche in Form von Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden und Übungen durchgeführt wurden.

In den Modulen ging es darum, die Grundlagen von SCRUM kennenzulernen, zu verstehen und richtig einzusetzen. Sowohl die Management-Rollen, als auch die Entwickler-Rollen wurden weiter vertieft, um für jedes Teammitglied die optimale Basis für das Arbeiten mit SCRUM zu schaffen.

Unterstützt wurde Netresearch dabei von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen.

SCRUM Unterstützung im Daily Business

Nach den Schulungen verfügten die TYPO3 und Magento Teams von Netresearch zwar über die Grundlagenkenntnisse von SCRUM, der Einsatz in der täglichen Arbeit stellte sich jedoch immer noch als kleine Herausforderung dar. Als zusätzliche Unterstützung in der Anfangsphase haben wir einen externen Berater engagiert, der uns als zertifizierter SCRUM Master und Product Owner zu Seite steht. Er brennt für Innovationen und nutzte agile Methoden und SCRUM bisher insbesondere in Innovationsprojekten. Er fungierte in den ersten Projekten als SCRUM Master und führte kontinuierlich weitere Schulungen durch, um die Denkweise unserer Teams voll und ganz auf agil zu trimmen.

Wie geht es jetzt weiter?

In der praktischen Arbeit hat sich gezeigt, dass sich nicht nur unsere Teams teilweise schwer getan haben, die neuen Methoden kontinuierlich anzuwenden. Auch unsere Kunden fanden die Umstellung nicht immer leicht und verständlich. Aus diesem Grund arbeiten wir derzeit an einem SCRUM-Kundenguide, um auch unseren Auftraggebern SCRUM zu erklären und dessen Vorzüge herauszuarbeiten.

SCRUM erfordert einiges mehr an Mitarbeit seitens unserer Kunden, damit das Produkt am Ende auch deren Erwartungen erfüllt. Der Kundenguide zeigt die verschiedenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten von Anfang an auf und hilft unseren Kunden, das Projekt erfolgreich mitzugestalten.

Zufriedene Kunden und erfolgreiche Projekte zeigen uns, dass die Einführung von SCRUM die richtige Entscheidung war und blicken positiv in eine agile Zukunft.

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