Unterwegs auf der TYPO3 East Europe 2016

Am 11. und 12. November fand die vierte TYPO3 East Europe (T3EE) Conference in Cluj-Napoca in Rumänien statt. Wir waren sowohl als Besucher, als auch als Redner vor Ort.

Christian Opitz, unser Chief Innovation Officer, welcher sich auch am Foschungsprojekt LEDS beteiligt, hielt einen Talk zum Thema "Semantic E­-Commerce ­- Use Cases in Enterprise Web Applications". Die Slides dazu finden Sie auf Slideshare. Zusätzlich wurde der Vortrag bereits auf YouTube veröffentlicht.

TYPO3 – It’s fun!

Die T3EE ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung, die seit 2013 TYPO3 aus Ost- und Mitteleuropa im transsilvanischen Cluj-Napoca zusammenbringt. Das diesjährige Motto "TYPO3 – It’s fun!" wurde insbesondere in den "fun games" zwischen den Samstags-Talks und den abendlichen Social Events gelebt. Es trafen sich etwa 100 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern, wobei auch deutlich wurde, dass sich die TYPO3-Community vorwiegend auf den deutschsprachigen Raum konzentriert. Eben dies gilt es aber mit solchen Veranstaltungen aufzubrechen. Für einen Neuling in der TYPO3-Community war es dabei eine wertvolle Erfahrung, die Aktiven und Verantwortlichen mal in einem solchen Rahmen kennenzulernen. Unsere rumänischen Gastgeber organisierten hierfür einen exzellenten Kontext und Cluj-Napoca erwies sich als sehr angenehme Umgebung für ein solches Event.

University Day

Seine Stärken als Enterprice Content Management System kann TYPO3 an großen Institutionen wie Universitäten ausspielen. Es überrascht daher nicht, dass diese zu den stärksten Nutzergruppen zählen: Zwei Drittel aller Universitäten im deutschsprachigen Raum nutzen TYPO3 – so lautet eine immer wieder gehörte Behauptung. Die T3EE widmete sich dem Themengebiet TYPO3 als CMS für Universitäten mit vielen Workshops noch vor der eigentlich Konferenz auf dem University Day am Donnerstag. Eine Zusammenfassung hiervon gibt es aus der Feder von Ben van’t Ende.

To Scrum or not to scrum

Netresearch gehört inzwischen zu den erfahrenen Agenturen im Umgang mit Scrum und Agilität. Auch auf der T3EE drehten sich etliche Talks um agiles Projektmanagement und agile Entwicklung rund um TYPO3. So sprach Jens Krumm über die Frage "Scrum or not to Scrum" und stellte allgemeine Erfahrungen bei der Einführung von Scrum vor. Stefan Rotsch arbeitete in seinem Talk "Agile Programming Practices. Tales from One Thousand and One Code Reviews" insbesondere die Vorteile des Pair Programmings heraus. Er referierte aber auch Patterns und Best Practices des Pair Programmings. Hier wurde deutlich, dass es auch für uns noch einiges zu lernen gibt.

TYPO3 und Continuous Integration

Neben Agilität und Scrum bildete die Integration im TYPO3 Workflow einen Schwerpunkt der Tagung. Hier sind zwei Beispiele: Peter Foerger sprach über den Unterschied zwischen Continuous Delivery und Continuous Deployment und ein bei dkd entwickeltes Deployment Tool mit dem Namen dkdeploy. Online gibt es hierzu ein Video und die Slides. Johannes Goslar referierte über "TYPO3 CMS v8 in the Cloud". Die Zusammenarbeit zwischen TYPO3 und plattform.sh ist ja bereits seit Längerem ein vieldiskutiertes Thema, das zunehmend konkretere Gestalt annimmt.

Der langsame Abschied von TemplaVoila

Eine – nicht immer begrüßenswerte – Besonderheit von TYPO3 ist sicherlich die Vielzahl an Templating Engines, zwischen denen der Entwickler zu wählen hat. Dynamic Content Elements (DCE) und Mask sind nach TemplaVoila und Fluid die neueren Kandidaten auf dem Markt der Möglichkeiten. Von TemplaVoila geht der Trend gewiss weg, auch wenn sich immer wieder neue Versionen finden, die inzwischen auch TYPO3 7.6 abdecken.

An der Frage, was denn TemplaVoila ablösen soll, mögen sich die Geister scheiden. Das größere Hindernis stellt aber bekanntlich die Migration alter Systeme dar, denn auf diesen wird TV sehr häufig noch verwendet. Seit langem diskutieren wir auch bei Netresearch schon über mögliche Konvertierungs-Tools. Gernot Ploiner hat einen solchen Converter entwickelt und auf der T3EE vorgestellt, der den Umstieg von TV auf Mask automatisieren soll. Weitere Informationen finden sich auf wwagner.net sowie auf tvconverter.webprofil.at.