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Zu Besuch bei den Chemnitzer Linux-Tagen 2017

  Norman Bestfleisch     Mär 16, 2017

Letztes Wochenende verbrachten mein Kollege Alexander Gunkel und ich auf dem Campus der TU Chemnitz, um uns über aktuelle Linux- und OpenSource-Themen zu informieren. Die Chemnitzer Linux-Tage sind mittlerweile die größte Linux-Veranstaltung in Deutschland und boten wieder zahlreiche Vorträge und Workshops.

Tag 1: Security, Outbound Spam & 10 Jahre AWS

Am ersten Konferenztag haben wir u.a. an der Vortragsreihe "Security" teilgenommen. Der Andrang der Besucher war hier so groß, dass die Vorträge kurzerhand in den größten Vorlesungssaal verlegt werden mussten. Themen waren u.a.

  • sichere Einrichtung von Ubuntu
  • aktuelle Security-Optionen für OpenSSH
  • Linux-Kernel patchen mit grsec
  • Einschränkung der Dateizugriffsrechte von Prozessen/Hintergrunddiensten mittels AppArmor und SELinux

Alexander hatte noch das Glück den Vortrag "Outbound Spam Management" von Peer Heinlein zu hören, der einigen auch als Buchautor bekannt sein dürfte. Ein weiterer glücklicher Zufall war, dass für einen ausgefallenen Vortrag Chris Schläger, der Director der Kernel- und Hypervisor-Entwicklung sowie Geschäftsführer von Amazon Development Center Germany mit einer Präsentation zu den "10 Lektionen aus 10 Jahren AWS" eingesprungen ist.

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Tag 2: Konfigurationsmanagement & Prüfungen

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des automatisierten Konfigurationsmanagement. Auch diese Vortragsreihe war stets gut besucht und füllte den kleinen Hörsaal bis zur letzten Reihe. Nach einer allgemeinen Einführung ins Konfigurationsmanagement wurden im Laufe des Tages u.a. Ansible und SaltStack als Tools vorgestellt, mit Test Kitchen eine passende Möglichkeit zum Software Testing präsentiert und jede Menge Live-Demos gezeigt.

Alexander hat in der Zwischenzeit beide Prüfungen des LPIC-1 abgelegt. Herzlichen Glückwunsch! Danach besuchte er noch die Nachmittagssession zum Performance Profiling, wo Thomas Niedermeyer von der Thomas Krenn AG einen Überblick über die verschiedenen Monitoring Tools gab.

Alles in allem hat die Veranstaltung mich dazu angeregt, automatisiertes Konfigurationsmanagement auch bei Netresearch einzusetzen, um uns allen die Arbeit in Zukunft zu erleichtern. Auch AppArmor und SELinux verdienen zukünftig als Sicherheitsergänzung von Linux-Systemen in Betracht gezogen zu werden.

Tags  Netresearch Inside Linux

Norman Bestfleisch

Von Norman Bestfleisch

Systemadmin bei Netresearch

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